Heinrich Wänke
Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Heinrich Wänke
Geb. in Linz
Gest.
Religionszugehörigkeit: Römisch-Katholisch
GND: 1015576753; VIAF: 181771525
Professur in Mainz
- 1967-1973, Professor für Experimentalphysik, Naturwissenschaftliche Fakultät
- 1973-1976, Professor für Experimentalphysik, FB 18 Physik (1973-2005)
Fachgebiete: Experimentelle Physik, Kosmochemie, Physik
Akademische Laufbahn
- 01.10.1947-ca. 1952, Studium, Universität Wien, Fach: Physik
- 19.12.1952, Promotion, Universität Wien, Titel der Dissertation: "Elektronisch-optisches Verfahren zur automatischen Ermittlung der Amplitudenverteilung elektrischer Impulse"
- 01.01.1953-15.12.1953, Assistent, Friedrich Paneth, Universität Durham
- 1953-ca. 1961, Assistent, Friedrich Paneth, Max-Planck-Institut für Chemie Mainz
- 24.02.1961, Habilitation, Universität Mainz, Naturwissenschaftliche Fakultät, Titel der Habilitationsschrift: "Über die Einwirkung der Höhenstrahlung auf Meteorite und die sich daraus ergebenden Aussagen über Intensität, Energieverteilung und langzeitige Konstanz der Höhenstrahlung im freien Weltraum"
- 01.04.1961-31.12.1961, Gastprofessor, University of California, San Diego
- 1961-21.03.1967, Privatdozent, Universität Mainz, Naturwissenschaftliche Fakultät
- 22.03.1967-31.03.1973, Außerplanmäßiger Professor, Institut für Experimentalphysik, Universität Mainz, Naturwissenschaftliche Fakultät
- 1967-1996, Abteilungsleiter, Max-Planck-Institut für Chemie Mainz, Abteilung Kosmochemie
- 01.04.1973-31.03.1976, Außerplanmäßiger Professor, Institut für Experimentalphysik, Universität Mainz, FB 18 Physik (1973-2005)
- 01.04.1976-31.03.2002, Nichtbediensteter Professor, Universität Mainz, FB 18 Physik (1973-2005)
- 1996, Emeritierung, Universität Mainz, FB 18 Physik (1973-2005)
Wissenschaftliche Mitgliedschaften
- 15.05.1963-, Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, Wissenschaftliches Mitglied
- 1993-, Academia Europaea, Mitglied
- 1994-, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Mitglied, korrespondierendes Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse im Ausland
Biographisches
- Mai 1944-1945, Wehrdienst, Luftwaffenhelfer, anschließend amerikanische Kriegsgefangenschaft
- 10.07.1946, Abitur, Linz
Weitere Informationen
- Wänkes Forschungsarbeit fand überaus große internationale Anerkennung und wurde mit zahlreichen Mitgliedschaften, Preisen und Auszeichnungen geehrt. Auch wurde 2002 der Asteroid (5762) Wänke nach ihm benannt.
- In seiner Zeit am Max-Planck-Institut für Chemie legte Wänke eine umfangreiche Sammlung von rund 1.900 Meteoriten aus allen Kontinenten an. Nach der Auflösung der Abteilung Kosmochemie im Jahr 2005 ging seine Sammlung als Dauerleihgabe an das Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt a. M. über.
- Die von Wänke perfektionierten Analysemethoden ermöglichtem ihm 1969 die Zuteilung von Proben des von der Apollo 11-Mission mitgebrachten Mondgesteins durch die NASA. Wänke erkannte bei der Untersuchung die Ähnlichkeit der Zusammensetzung mit Material aus dem Erdmantel und entwickelte die These, dass der Mond bei einem Zusammenstoß der Erde mit einem anderen Himmelskörper entstanden sei.
- Mit seinem Schüler Rudolf Rieder entwickelte er das Spektrometer für die Pathfinder Mission der NASA zum Mars 1996/7.
Quellen
- Wänke, Heinrich, Universitätsarchiv Mainz, Best. 64, Nr. 1651
Veröffentlichungen von Heinrich Wänke (Auswahl)
Veröffentlichungen über Heinrich Wänke (Auswahl)
Zitierhinweis
Heinrich Wänke, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/c0d6fb30-9fdf-4ec8-a647-59a323d7639d. (Zugriff am 12.12.2025)
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