Johann Heinrich Rudolf Eickemeyer
Johann Heinrich Rudolf Eickemeyer
Geb.
Gest.
Religionszugehörigkeit: Römisch-Katholisch
GND: 137311168
Lehrtätigkeit in Mainz
- 1781-1792, für angewandte Mathematik, Astronomie, Geographie und bürgerliche Baukunst, Artistenfakultät
Akademische Laufbahn
- 1775, Studium, Universität Paris, der Mathematik und Naturwissenschaften
- Studium, Universität Cambridge
- Studium, Universität Oxford
- 1781-1792, Professor, Universität Mainz (1477-1798), Artistenfakultät, für angewandte Mathematik, Astronomie, Geographie und bürgerliche Baukunst
- 10.11.1784, Promotion, Universität Mainz (1477-1798), ad utrumque gradus privat
- 1789-1792, Dekan, Universität Mainz (1477-1798), Artistenfakultät
Biographisches
- 1773, Lehrer
- 1781-1782, Ingenieur-Oberleutnant, Mainz, Oberl
- 1790, Ingenieur-Major
- 1792, Oberst, der Französischen Republik
- 1792, Generaladjutant, der Französischen Republik
- November 1792, Heirat, Mainz
- 06.11.1792, Mitgliedschaft, Jakobiner
- 15.05.1793, Brigadegeneral
- 1811-1822, Bürgermeister, Gau-Algesheim
Weitere Informationen
- Sein Vater Johann Christoph Eickemeyer war Kurmainzer Artillerie-Hauptmann.
- Am 10.11.1784 wurde er ad utrumque gradus privat promoviert.
- Seine Wissensgebiete beinhalteten Mathematik, Bauwesen, Militärwissenschaft, Staatswissenschaft, Geschichtsphilosophie und Aesthetik.
- 1790 wurde er Ingenieur-Major.
- Er war bei der Übergabe der Stadt Mainz am 21.10.1792 an die Franzosen dabei. Kurz danach entsagte er dem kurmainzischen Dienst und trat am 30.10.1792 in die Dienste der Französischen Republik.
- Er nahm an verschiedenen Feldzügen gegen Preußen und Österreich teil, wobei er um die Jahreswende 1796/1797 verwundet wurde.
- Er erhielt das Militärkommando in den Departements Jura, Loire und Puy de Dome. Wegen Unstimmigkeiten mit linksradikalen Elementen wurde er aus dem Dienst entlassen und kehrte wieder nach Mainz zurück.
- 1799 war er erneut in Paris und erhielt das Kommando der Nordfrankenlegion einer neuen militärischen Einheit.
- Nachdem er in den Ruhestand versetzt wurde, ließ er sich im September 1803 in Gau-Algesheim nieder, wo er ein kleines landwirtschaftliches Anwesen besaß und wissenschafltiche Studien betrieb.
Veröffentlichungen über Johann Heinrich Rudolf Eickemeyer (Auswahl)
Benzing, Josef, Verzeichnis der Professoren der alten Universität Mainz, Mainz, 1986.
Börckel, Alfred, Mainzer Zeit- und Lebensbilder, Mainz, 1928.
Domkapitel (Hrsg.), Kurmainzischer Hof- und Staatskalender 1774, St. Rochus Hospitalsbuchdruckerei, 1773.
Dumont, Franz, Die Mainzer Republik von 1792/93: Studien zur Revolutionierung in Rheinhessen und der Pfalz, 2., erw. Aufl., Alzey, Verl. der Rheinhessischen Dr.-Werkstätte, (Alzeyer Geschichtsblätter : [...], Sonderheft, Bd. 9), 1993.
Hinkel, Erich, Bürgermeister und General Rudolf Eickemeyer, Gau-Algesheim, Beiträge zur Geschichte des Gau-Algesheimer Raumes, 1982.
Napp-Zinn, Anton Felix, Rudolph Eickemeyer, in: Mainzer Kalender 1948, (1928), S. 70–81.
Praetorius, Otfried, Professoren der kurfürstlichen Universität Mainz 1477-1797, in: Familie und Volk. Zeitschrift für Genealogie und Bevölkerungskunde, 3+4 (1952).
Schmitt, Hermann, Das Mainzer Gymnasium. Bausteine zu seiner 375-jährigen Geschichte 1561-1936, Mainz, 1937.
Neuer Necrolog der Deutschen, 1827.
Neuer Necrolog der Deutschen, 1825.
Zitierhinweis
Johann Heinrich Rudolf Eickemeyer, in: Verzeichnis der Professorinnen und Professoren der Universität Mainz. URI: http://gutenberg-biographics.ub.uni-mainz.de/id/d8ddcb47-7c13-4029-ac7b-f1508d83e05d. (Zugriff am 06.06.2026)
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